Mentoring – was Männer den Frauen voraus haben

Untersuchungen zeigen es immer wieder: Am weitesten kommen Menschen, die Förderer haben – Mentoren, Mutmacher oder Coaches.

Männer nutzen diese Form der Unterstützung bereits seit Jahrtausenden. Frauen tun sich da oft schwerer, weil Chefs sich in der Regel nicht unbedingt eine Frau als Ihren Nachfolger vorstellen. Und immer noch sind 70% der Führungskräfte in Deutschland männlich, weibliche Netzwerke daher erst im Aufbau begriffen.

Das bedeutet für Frauen: Selbst aktiv werden, Ausschau nach einem Mentor oder einer Mentorin halten, die bereits das erreicht haben, was  man selbst gerne hätte.

 

Mutmacher gesucht oder der Schubs in die richtige Richtung

Gerade Frauen haben oft viel zu viele Bedenkenträger um sich herum. Menschen, die eher warnen als ermutigen, eher bremsen als fordern. Und nicht selten haben sie das Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen. Dabei wünschen sie sich manchmal nichts sehnlicher, als einen Verbündeten an ihrer Seite zu haben.

Und da macht es keinen Unterschied, ob sie als Selbständige oder Angestellte unterwegs sind. Ob sie große Teams in Unternehmen führen oder gerade dabei sind, selbstbestimmt den Aufbau ihres eigenen Businesses voranzutreiben.

In modernen Filmen treten Mentoren oft an entscheidenden Weggabelungen auf: Sie schärfen das Bewusstsein für bevorstehende Aufgaben, statten den Held oder die Heldin geeignet aus, um im entscheidenden Kampf zu bestehen. Und geben oft zur rechten Zeit einen Schubs in die richtige Richtung.

Wer steht zu ihnen, wenn Sie Neues wagen?

Im realen Leben stellt sich aber früher oder später die Frage, wie man seine Mentorin oder seinen Unterstützer findet.

Folgende 5 Tipps haben sich dabei in der Praxis bewährt:

1. Gehen Sie selbst aktiv auf die Suche

Es gibt keine Zufälle, auch nicht bei Mentoren. Wenn wir uns einmal für einen Weg entschieden haben, geht unser Unterbewusstein auf die Suche nach Menschen, die diesen Weg bereits erfolgreich beschritten haben. Wir werden sie treffen, sei es im realen Leben, im Fernsehen, Internet oder in der Form eines hilfreichen Buches. Als Angestellte fragen sie innerhalb der Firma nach Mentoring-oder Coaching-Programmen. Werden Sie also auf alle Fälle selbst aktiv und halten Sie Ausschau nach Menschen mit den passenden Lebenserfahrungen.

2. Seien Sie offen für neue Erfahrungen

Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Mentor alt, grau und weise daher kommen muss. Meine beiden letzten Mentorinnen waren deutlich jünger als ich. In Zeiten von digitalen Technologien und Social Media sind es oft jüngere Menschen, die in bestimmten Themen einen Wissensvorsprung haben und uns so auf unserem Weg für eine Zeit erfolgreich unterstützen können. Manchmal können es auch Freunde, Verwandte oder Eltern sein, die diese Rolle übernehmen.

3. Mentoring ist ein Geben und Nehmen

Eine klassische Mentoring-Beziehung ist keine Einbahnstraße. In der Regel verfolgt ein Mentor auch eigene Interessen. Wenn es eine unentgeltliche Beziehung ist, wie oft in größeren Unternehmen der Fall, überlegen Sie sich unbedingt im Gegenzug, was Sie dem Mentor an Wissen oder Fähigkeiten anbieten können. Und auch wenn Sie Ihren Mentor bezahlen, beispielweise in Form eines Coachings, geben Sie Respekt und Anerkennung für die geleistete Unterstützung.

4. Mentoring ist beschränkt auf Thema und Zeit

Seien Sie nicht überrascht, wenn sich Ihre ach so kompetente Mentorin oder Ihr männlicher Unterstützer nicht in allen Bereichen als Koryphäe erweisen. Auch Mentoren sind keine Übermenschen und können meist nur in ihrem Fachbereich motivierende Unterstützung geben. Und diese Unterstützung ist in der Regel auf Zeit angelegt.

5. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl

Nicht jedem, der in Firmenprogrammen als Mentor ausgewählt wird oder nicht jedem mit der Bezeichnung „Coach“ kann man vertrauen. Auch ist ein Mentoring in erster Linie eine Beziehung zwischen zwei Persönlichkeiten, und da muss die Chemie stimmen! Achten Sie also sehr genau auf Ihr Bauchgefühl beim Erstgespräch und entscheiden Sie nicht voreilig.
Wenn Sie einen Coach wählen, prüfen Sie unbedingt die mitgebrachten Lebenserfahrungen. Allein antrainiertes Handwerkszeug und Wissen ist keine gute Grundlage für ein Mentoring.

 

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